Preise und Stipendien

Der Hans Popper-Preis wird für hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem gesamten Gebiet der Pathologie verliehen, mit Schwerpunkt auf der klinisch angewandten Forschung. Teilnahmeberechtigt sind alle Wissenschafterinnen und Wissen-schafter, die an einem österreichischen Institut für Pathologie tätig sind und nicht älter als 40 Jahre sind. Dieser Preis, der ursprünglich von der Firma Menarini ins Leben gerufen wurde, wurde 2013 nach dem bedeutenden österreichischen Pathologen Hans Popper (1903-1988) benannt.  Hans Popper absolvierte seine Ausbildung im Fach Pathologische Anatomie am Wiener Universitätsinstitut unter Rudolf Maresch und ab 1933 seine Ausbildung in Innerer Medizin am AKH unter Hans Eppinger. Vor 80 Jahren unmittelbar nach dem Anschluss im März 1938 wurde er von der Universität vertrieben und hatte das Glück am Cook County Hospital in Chicago eine Stelle antreten zu können. Auf diese Weise gelang es ihm, sich vor Haft und Deportation in Sicherheit zu bringen und sein Leben zu retten. Seine Habilitationsschrift musste er allerdings im Dekanat der Universität Wien zurücklassen. Bis 1957 war er am Cook County Hospital tätig, wo er die Pathologie aufbaute, danach bis 1973 am Mount Sinai Hospital in New York City. Er gilt als Begründer der modernen Hepatologie und Hepatopathologie. Er hat Univ.Prof. Dr. Johann Heinrich Holzner und insbesondere Univ.Prof. Dr. Helmut Denk ausgebildet und wissenschaftlich geprägt. 

Der Hans Popper Preis steht heuer unter den besonderen Vorzeichen der Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse im März 1938, in deren Folge zahlreiche österreichische Ärzte und Wissenschafter, darunter auch mehr als ein Dutzend habilitierte Pathologen von den österreichischen Universitäten entlassen wurden und die Aberkennung ihrer Venia docendi erdulden mussten.

 

Ausschreibung des Hans Popper-Preises 2018

Geschäftsordnung zur Verleihung des Hans Popper-Preises

 

PreisträgerInnen

 

2017 (Hans-Popper-Preis) nicht verliehen.

 

2016 (Hans-Popper-Preis)

Ana Montalban-Arques, Med., MSc; Med. Univ. Graz, Institut für Pathogie und Theodor Escherich Laboratorium
"Propionibacterium acnes overabundance and natural killer group 2 member D system activation in corpus-dominant lymphocytic gastritis."
J Pathol. 2016 Aug 19. doi: 10.1002/path.4782. [Epub ahead of print]
Montalban-Arques A, Wurm P, Trajanoski S, Schauer S, Kienesberger S, Halwachs B, Högenauer C, Langner C, Gorkiewicz G

 

2015 (Hans-Popper-Preis)

Dr. Nicolas Kozakowski, Klinisches Institut für Pathologie/Med. Universität Wien

"The diffuse extent of peritubular capillaritis in renal allograft rejection is an independent risk factor for graft loss

clinical investigation" http://www.kidney-international.org

Kozakowski N, Herkner H, Böhmig GA, Regele H, Kornauth C, Bond G, Kikić Ž. Kidney Int. 2015 Aug;88(2):332-40. doi: 10.1038/ki.2015.64. http://www.nature.com/ki/journal/v88/n2/full/ki201564a.html

  

2014 (Hans-Popper-Preis)

Fr. Andrea Peschel, MSc, Klinische Abteilung für Pathologie der Med. Universität Wien

"Autoantibodies to hLAMP-2 in ANCA-Negative Pauci-Immune Focal Necrotizing GN"
J Am Soc Nephrol 25: 455–463, 2014.

 

2013 (Menarini-Preis)

Dr. Christoph Gebeshuber, Klinisches Institut für Pathologie/Med. Universität Wien

Focal segmental glomerulosclerosis is induced by microRNA-193a and its downregulation of WT1

 

2012 (Menarini-Preis)

Dr. Ana-Iris Schiefer, Klinisches Institut für Pathologie/Med. Universität Wien

Primary follicular lymphoma of the duodenum is a distinct mucosal/submucosal variant of follicular lymphoma: a retrospective study of 63 cases

 

Teilnahmebedingungen:

  • Teilnahmeberechtigt sind alle WissenschafterInnen, die an einem Österreichischen Institut für Pathologie tätig und nicht älter als 40 Jahre sind. Der Preis sollte vor allem den wissenschaftlich interessierten Nachwuchs fördern.
  • Erwartet wird die Einreichung hochwertiger Originalarbeiten aus dem Gesamtgebiet der Pathologie. Bevorzugt förderungswürdig sind klinisch orientierte Arbeiten. Eine interdisziplinäre Ausrichtung und Beteiligung ist erwünscht.
  • Die eingereichte Arbeit muss entweder im Kalenderjahr der Ausschreibung oder im Jahr davor publiziert oder nachweislich zum Druck angenommen sein. Publikationen im Status der Revision oder bereits anderwärtig prämierte Publikationen sind nicht zugelassen.
  • Pro Ausschreibung darf von einem/-r Bewerber/-in nur eine Arbeit eingereicht werden. Einreicher/-in und Preisempfänger/-in ist der/die Erstautor/-in. Eine Preisteilung ist bei gleichwertigen Arbeiten möglich.

 

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